2019 – Mit Feuerstuhl und Pettecoat zum Rock`n`Roll

2019 - Mit Feuerstuhl und Pettecoat zum Rock`n`Roll

Die Geschichte der Produktion von Motorrollern in der DDR startete vor sechzig Jahren im damaligen VEB Industriewerke Ludwigsfelde (IWL). Nach einer etwa zweijährigen Entwicklungszeit begann am 1. Februar 1955 die Serienproduktion des Motorrollers IWL „Pitty”.
Sein optisches und technisches Erscheinungsbild entsprach den bis heute gültigen Kriterien eines Motorrollers. Er war ein leicht motorisiertes Zweirad mit einer Karosserie als Wetterschutz, die einen Durchstieg zwischen Fahrersitz und Frontteil besaß, sodass der IWL „Pitty” ohne den Knieschluss am Tank gefahren wurde. Ein Kriterium, das besonders für Frauen von Vorteil war und sich in der DDR bis zur Einstellung der Produktion von Motorrollern 1989 mit dem Typ Simson SR 50 bewährte.
Bereits 1956 wurde dann schon mit dem IWL SR (Stadtroller) 56 „Wiesel” das Nachfolgemodell präsentiert. Mit der Beibehaltung des 125-Kubikzentimeter-Einzylinder-Zweitaktmotors des Leichtmotorrades RT erhielt dieser eine technische und optische Überarbeitung. Das bisher prägende starre Frontteil erhielt von diesem Zeitpunkt an einen separaten Vorderkotflügel, welcher
den IWL SR 56 „Wiesel” eleganter und beweglicher erscheinen ließ.
Dieses Nachfolgemodell wurde von 1956 bis 1959 hergestellt.


Treffen in Nordhausen

Zusammenfassende Zahlen belegen, dass die DDR bis 1989 mit
über 230.000 IWL-Motorrollern und circa 1.300.000 Simson-
Kleinrollern zu den erfolgreichsten Ländern beim Bau von Motor-
rollern bis 1989 zählte. Ab 1990 erfolgte die sogenannte Marktbereinigung, um unliebsame Konkurrenten vom hart umkämpften Roller-Markt zu verdrängen.

Als Reminiszenz an die Erfolgsgeschichte plant der Ost Klassi-
ker Klub Wolkramshausen beim 25. Nordhäuser Altstadtfest am
ein Treffen historischer Ost-Motorroller.

Infos:

Medienhaus Heck (www.medienhaus-heck.de),
MC Roland Nordhausen (www.mc- roland-nordhausen.de)
www.oldtimer-wolkramshausen


Impressionen