Oldtimertreff auf dem Altstadtfest

Oldtimertreff auf dem Altstadtfest

Steffen Wäldrich (links) und Hubert Rein bereiten gemeinsam die Oldtimer-Schau vor.

Steffen Wäldrich (links) und Hubert Rein bereiten gemeinsam die Oldtimer-Schau vor.

In Absprache mit Sven-Bolko Heck, dem Veranstalter des 21. Altstadtfestes, mit dem nnz gestern ein Interview führte, werden auch Oldtimertreff mit Oldtimer-Fahrzeugen das Fest bereichern. Wir sprachen mit
Hubert Rein, Chef des Ost-Klassiker-Klubs Wolkramshausen, und Steffen Wäldrich, stellvertretender Vorsitzender des MC Roland Nordhausen...

nnz: Teil des Festes werden historische Fahrzeuge sein. Wo werden sie die Aufmerksamkeit auf sich ziehen?

Steffen Wäldrich: Die Motorroller – elf Anmeldungen liegen schon vor – am 1. August ab 13 Uhr zwischen Juweliergeschäft und ehemaliger Fleischerei Huke. Am 2. August startet um 10.30 Uhr die Harztour, die berühmte Harz Klassik. Gegen 13 Uhr sind wir nach einer Streckenführung über Ilfeld, Hasselfelde, Stiege, Breitenstein und Stolberg wieder zurück. Die Oldtimer, Pkw, Motorroller und -räder, kann man im Bereich Blasiistraße besichtigen.

nnz: Warum sollten auch Außenstehende, zum Beispiel junge Leute zwischen 20 und 25 Jahren, die die DDR nur vom Hörensagen kennen, die Schau besuchen?

Hubert Rein: Wir wollen Geschichte vermitteln, einen Einblick unter anderem in den Produktionsbeginn von Motorrollern am Standort Ludwigsfelde und später in Suhl vor 60 Jahren in der ehemaligen DDR geben. Unterteilt in Zeitetappen: Motorroller des VEB Industriewerke Ludwigsfelde (1955 bis 1964), Motorroller der ehemaligen CSSR bzw. Ungarn (1956 bis 1965),
Kleinroller des VEB Fahrzeug-und Gerätewerkes Simson Suhl (1958 bis 1986), Simson-Suhl-Kleinroller (1986 bis 1989. Vorgesehen ist dazu auch ein Stammtisch.

nnz: Von einer Kultbewegung unter Oldtimer-Fans ist die Rede. Was ist darunter zu verstehen? Hubert Rein: Liebe, Fleiß, Geduld und Hingabe. Da wird Tuning betrieben, die Fahrzeuge liebevoll aufgemotzt, alte Schinken, ob Trabant, Opel oder Simson-Suhl-Schwalbe, die heute kein Jugendlicher mehr kennt, in mühevoller Kleinarbeit fahrtüchtig hergerichtet. Man sollte sich das alles ansehen.

nnz: Die Harz-Klassik-Tour zählte im Vorjahr 77 Teilnehmer. Wie viel Anmeldungen liegen gegenwärtig vor und wer kann daran teilnehmen?

Hubert Rein: Gegenwärtig liegen 20 Anmeldungen vor. Teilnehmen kann, der über ein zugelassenes und demnach fahrtaugliches historisches Fahrzeug verfügt, welches an die 30 Jahre
auf den Rädern hat. Wir erwarten weitere Meldungen und hoffen, die 77 noch toppen zu können.

Wie schon im Vorjahr, wird es für Oldtimer Fans wieder viel zu bestaunen geben.

Wie schon im Vorjahr, wird es für Oldtimer Fans wieder viel zu bestaunen geben.

nnz: Die Thüringer Ehrenamtsstiftung will Auszeichnungen vornehmen. Lässt sich dazu schon etwas sagen, wer es sein könnte?

Hubert Rein: Das wollen wir im Vorfeld nicht verraten. Es soll ja eine Überraschung werden. Es wird je eine Auszeichnung für die Landkreise Nordhausen, Eichsfeld und Kyffhäuser geben, deren
Oldtimer Freunde mitmachen und uns unterstützen. Es werden auch Pokale vergeben, gestiftet von Steffen Eckhardt, Containerdienst, aus Sollstedt.
Jeder Teilnehmer soll einen erhalten.

nnz: Den MC Roland Nordhausen gibt es seit 1958, den Klub in Wolkramshausen als Verein seit 2007. Ist die Mitgliederzahl gleichbleibend, fallend oder steigend?

Steffen Wäldrich: Mit 20 Mitgliedern sind wir gleichbleibend.

Hubert Rein: Wir sind auf 43 angewachsen.

Das Gespräch führte Kurt Frank

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